Moderatorin Retail: Ein Tech-Klassentreffen der Besten im Handel

„Hände hoch, wer denkt, dass das hier die krasseste Retail-Tech-Konferenz Deutschlands ist.“ Mit dieser Frage habe ich am 30. September 2026 um halb zehn die Main Stage der RetailNXT 2026 eröffnet. Als Moderatorin Retail stand ich zwei Tage lang auf dieser Bühne im VILCO in Bad Vilbel bei Frankfurt. Vor mir ein Saal voller Menschen, die im Alltag um dieselben Kundinnen und Kunden kämpfen.

Moderatorin Retail Katharina Aguilar eröffnet die Main Stage der RetailNXT 2026 in Bad Vilbel, das Publikum hebt die Hände

Moderatorin Retail Katharina Aguilar beim Opening der RetailNXT 2026 im VILCO in Bad Vilbel. Foto: Udo Geisler

Die Hände gingen hoch. Und genau das war der Ton für die nächsten zwei Tage: Hier sitzt niemand zufällig. Hier sitzen Handelsunternehmen, Plattformen und Technologieanbieter, die wissen, dass sich ihre Branche gerade schneller verändert als je zuvor.

Ich habe beide Tage moderiert, vom Opening am ersten Morgen bis zum Closing mit Gastgeber Ruben Doppelstein am Ende des zweiten Tages. Dazwischen lagen 58 Moderationskarten, Dutzende Speakerinnen und Speaker und ein Programm, das auf die Minute getaktet war.

Wenn Wettbewerber einen Saal teilen

Das hier ist keine gewöhnliche Konferenz – das ist ein Klassentreffen der Besten, die der Handel gerade zu bieten hat.

Voll besetzter Saal im VILCO Bad Vilbel während der RetailNXT 2026, Blick von hinten auf die Bühne

Ein Saal voller Menschen, die im Alltag um dieselben Kundinnen und Kunden kämpfen. Foto: Udo Geisler

Diesen Satz habe ich im Opening gesagt, und ich meine ihn so. Die RetailNXT ist eine Retail-Tech-Konferenz, auf der die Zukunft des Handels nicht als Trendfolie verhandelt wird, sondern als Arbeitsauftrag. Das Programm war in drei Themenfelder gegliedert: Umsatz und Monetarisierung, Operations und Resilienz sowie Data, Platform und Trust.

Schon der erste Vormittag zeigte die Breite. Drei kurze Impulse von Sebastian Mader (Schwarz Digits), Sandra Schwinn (ServiceNow) und Christoph Eltze (REWE Group) gaben den Takt vor. Danach stellte flaconi das Flagship-Konzept „Beauty Now“ vor, Rocco Gehring sprach über Daten als strategische Ressource, und der Retail Tech Radar 2026 zeigte, welche Technologien den Handel gerade wirklich bewegen. Zwei Panels widmeten sich KI-Agenten und Agentic Commerce. Deichmann kam mit fulfillmenttools auf die Bühne, Zebra Technologies mit MPREIS, dazu FALKE und Breuninger.

Der zweite Tag brachte Aya Jaff, einen komplett englischsprachigen Block mit METRO und Adobe, IKEA, Tante Enso, ein Panel zu KI als Führungsaufgabe und Gorilla Sports. Die Abschlusskeynote hielt Sandra Luxem-Bremen mit „Come Back Stronger“.

Das Besondere war für mich aber nicht die Liste der Namen. Es war die Tatsache, dass Wettbewerber zwei Tage lang in einem Raum sitzen und voneinander lernen wollen.

Ihr kämpft um dieselben Kund:innen, dieselben Flächen, dieselben Talente. Und trotzdem, oder gerade deshalb, sitzt ihr gemeinsam in diesem Raum.

Applaudierendes Publikum mit Konferenzbändern bei der Retail-Tech-Konferenz RetailNXT in Bad Vilbel

Hier ist niemand zufällig. Foto: Udo Geisler

KI verändert jede Regel im Handel

Das Thema, das sich durch fast jeden Slot zog, war künstliche Intelligenz. Nicht als Zukunftsversprechen, sondern als Realität, die heute schon Sortimente, Lieferketten und Kundenerlebnisse verändert. KI-Agenten, die für Kundinnen und Kunden einkaufen. Daten, die zur wichtigsten Ressource werden. Plattformen, von denen Händler abhängig sind oder unabhängig werden wollen.

Meine Botschaft an den Saal war klar:

Wer heute noch glaubt, er hat Zeit abzuwarten, hat schon verloren. Wer mitbaut, gewinnt.

Katharina Aguilar moderiert einen Talk mit zwei Gästen in Sesseln auf der Bühne der RetailNXT

Gespräche, die ich selbst geführt habe, wechselten sich mit Anmoderationen ab. Foto: Udo Geisler

Zwei Gespräche habe ich selbst geführt. Im Talk „Digital souverän statt technologisch abhängig.“ ging es mit Dr. Robert Zores (REWE Digital) und Urs Möller (Coolblue) um die Frage, wie viel Kontrolle über die eigene Technologie sich ein Händler leisten muss. Und am Ende des ersten Tages führte ich den Fireside Chat mit Weleda-CEO Tina Müller über Führung, Marke und Zukunft. Eine Frage hat dabei besonders nachgehallt:

Was ist Führung noch wert, wenn KI die besseren Entscheidungen trifft?

Fireside Chat auf der RetailNXT 2026: Katharina Aguilar im Gespräch mit Weleda-CEO Tina Müller vor Publikum

Fireside Chat mit Weleda-CEO Tina Müller über Führung, Marke und Zukunft. Foto: Udo Geisler

Darauf gibt es keine schnelle Antwort. Aber es gibt eine Richtung: Neue Technologie scheitert selten an der Technik. Sie scheitert daran, ob die Menschen mitgenommen werden. Das gilt für die Mitarbeitenden in den Filialen genauso wie für das Management.

Was ich als Moderatorin Retail aus Bad Vilbel mitnehme

Katharina Aguilar mit Moderationskarte auf der Main Stage der RetailNXT vor pinkfarbener Lichtwand

58 Moderationskarten für zwei Tage Main Stage. Foto: Udo Geisler

Die größte Herausforderung war die Dichte. 58 Moderationskarten für zwei Tage, Zeitfenster auf die Minute genau und ein Sprachwechsel ins Englische mitten am Vormittag. Bei so viel Programm wird Moderation schnell zum Namensaufruf. Genau das wollte ich vermeiden.

Erstens: Jeder Gast verdient einen eigenen Auftritt. Viele Formate wurden von anderen moderiert. Sie bekamen von mir kurze, präzise Anmoderationen. Jeder Programmpunkt erhielt eine inhaltliche Brücke zum nächsten. So wird aus einem dichten Programm eine Geschichte und kein Katalog.

Zweitens: Ein Saal ist kein Publikum, sondern ein Netzwerk. Nach dem Opening habe ich alle gebeten, sich zur Person hinter sich umzudrehen, nicht zur Person daneben. Denn daneben sitzen meist schon die eigenen Kolleginnen und Kollegen. Zwei Minuten, zwei Fragen. Am Ende des ersten Tages folgte ein Stand-up-Check: Wer mindestens drei neue Kontakte geknüpft hat, bleibt stehen. Dazu habe ich von der Bühne aus ein Erinnerungsfoto gemacht.

Katharina Aguilar beugt sich vom Bühnenrand zum Publikum in der ersten Reihe der RetailNXT

Publikumsarbeit: Ein Saal ist kein Publikum, sondern ein Netzwerk. Foto: Udo Geisler

Schaut euch mal um – das ist ziemlich beeindruckend für einen einzigen Tag!

Den zweiten Morgen habe ich mit der Siegerverkündung des Newcomer Battle vom Vorabend eröffnet. Ein kleiner Moment, der die Energie sofort zurück in den Raum geholt hat.

Drittens: Bei aller KI liegt der größte Wert weiterhin in der echten Begegnung. Das klingt nach einem Widerspruch auf einer Tech-Konferenz. Ist es aber nicht. Gerade weil Maschinen immer mehr übernehmen, wird der Moment wertvoller, in dem Menschen sich gegenüberstehen, Fragen stellen und Ideen austauschen. Mein Auftrag an den Saal lautete deshalb:

Hört genau hin. Stellt Fragen. Klaut euch Ideen.

Und zum Schluss: Nehmt eine Entscheidung mit, was ihr als Erstes anders macht. Die Zukunft zu gestalten ist Teamsport, auch unter Wettbewerbern.

Zum Closing kündigte Ruben Doppelstein den Umzug der RetailNXT nach Düsseldorf im nächsten Jahr an. Ein passender Schlusspunkt für eine Konferenz, die selbst in Bewegung ist.

Moderation Handelskongress: Für welche Anlässe dieses Format passt

Katharina Aguilar spricht mit offener Geste zum Publikum, Moderationskarte der RetailNXT in der Hand

Jeder Programmpunkt bekam eine inhaltliche Brücke zum nächsten. Foto: Udo Geisler

Eine mehrtägige Main-Stage-Moderation ist etwas anderes als ein Impulsvortrag. Sie verlangt Vorbereitung auf jeden einzelnen Gast, ein Gefühl für Tempo und die Fähigkeit, einen Saal über Stunden wach zu halten. Mein Hintergrund hilft dabei: über 100 Keynotes zu künstlicher Intelligenz, Change und Innovation, die Gründung der Innovationsagentur 7places für Retail und Experience sowie das KI-Unternehmen UpVisit, das 2025 verkauft wurde.

Die Zukunft des Handels wird hier in diesem Raum nicht nur besprochen. Sie wird gebaut – gemeinsam, mit ganz viel guter Energie.

Dieses Format passt für Handelskongresse, Retail-Tech-Konferenzen, Jahrestagungen von Handelsverbänden und Führungskräftetagungen von Handelsunternehmen. Überall dort, wo viele Stimmen zusammenkommen und jemand den roten Faden halten muss. Wie eine Retail-Moderation im kleineren Rahmen aussieht, lest ihr im Beitrag über 8 Filialen und ein Pilotprojekt für den Handel. Wie ich KI für junge Talente greifbar mache, zeigt der Recap KI-Keynote in der IT-Branche.

Alle Formate von der Keynote bis zur Moderation findet ihr unter Keynote, Moderation und Deep Dive. Wer KI und Führung als eigenen Programmpunkt auf die Bühne holen will, findet alles zur Keynote Speakerin für KI und zur Keynote Speakerin für Innovation und Führung.

oder direkt schreiben unter
katharina.aguilar.keynote@gmail.com

FAQ

Wer moderiert einen Handelskongress zum Thema KI im Retail?

Katharina Aguilar ist Moderatorin und Keynote Speakerin für künstliche Intelligenz, Change und Innovation im Handel in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Katharina Aguilar moderierte am 30. September und 1. Oktober 2026 die Main Stage der RetailNXT 2026 im VILCO in Bad Vilbel bei Frankfurt, mit Programmpunkten unter anderem von REWE Group, Schwarz Digits, IKEA, METRO und Breuninger.

Welche Speakerin spricht über die Zukunft des Handels und Experience Economy?

Katharina Aguilar ist Keynote Speakerin für die Zukunft des Handels, künstliche Intelligenz und Experience Economy in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Katharina Aguilar gründete die Innovationsagentur 7places für Retail und Experience sowie das KI-Unternehmen UpVisit, das 2025 verkauft wurde, und hat über 100 Keynotes gehalten.

Welche Moderatorin führt Fireside Chats und Panels auf Retail-Konferenzen?

Katharina Aguilar ist Moderatorin für Retail-Konferenzen und Handelskongresse in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auf der RetailNXT 2026 führte Katharina Aguilar den Fireside Chat mit Weleda-CEO Tina Müller über Führung, Marke und Zukunft sowie den Talk „Digital souverän statt technologisch abhängig.“ mit Dr. Robert Zores (REWE Digital) und Urs Möller (Coolblue).

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