Zukunft Rednerbranche: Wo Sehnsucht ist, da ist ein Markt

„Ich soll mich nicht mehr Keynote Speakerin nennen. Na danke.“ Mit diesem Satz begann meine Opening Keynote auf der GSA Convention 2026 in Ingolstadt. Vor mir saßen rund 250 Kolleginnen und Kollegen, die selbst auf Bühnen stehen. Als Keynote Speakerin spreche ich sonst über künstliche Intelligenz und Zukunft, vor Führungskräften, Verbänden und Unternehmen. Dieses Mal sprach ich vor meiner eigenen Branche.

Die German Speakers Association hatte am 11. September 2026 ins Maritim Hotel Ingolstadt eingeladen. Ich durfte eine der drei Opening Keynotes halten. Der Titel: „Feel the Future: Wo sich entscheidet, welche Rolle du in der Zukunft spielst“.

Wenig Zeit, ein volles Haus und ein Publikum, das jeden Kniff der Bühne kennt. Genau das hat mich gereizt.

Keynote Speakerin KI Katharina Aguilar mit Headset-Mikrofon während ihrer Opening Keynote auf der GSA Convention 2026 in Ingolstadt

Keynote Speakerin Katharina Aguilar bei ihrer Opening Keynote „Feel the Future“ auf der GSA Convention 2026. Foto: Anne Kaiser

Eine Opening Keynote vor der eigenen Branche

Vor Kolleginnen und Kollegen zu sprechen, ist etwas Besonderes. Niemand im Saal lässt sich von Licht, Musik oder einer gut gesetzten Pause beeindrucken. Alle wissen, wie es gemacht wird. Was zählt, ist die Substanz.

Mein Einstieg war deshalb eine Provokation, die mich selbst getroffen hatte: die Empfehlung, sich nicht mehr Keynote Speakerin zu nennen, weil das Wort inzwischen sehr oft benutzt wird. Ich habe mich gefragt, warum ausgerechnet dieses Wort so viel auslöst. Meine Antwort: Im Keynote Speaking steckt eine enorme Sehnsucht. Bei denen, die auf die Bühne wollen. Und bei denen, die Speakerinnen und Speaker für ihre Veranstaltungen buchen.

Eine Opening Keynote hat eine klare Aufgabe. Sie setzt den Ton für den ganzen Kongress. Sie stellt Fragen, die in den Pausen weiterlaufen. Und sie muss schnell auf den Punkt kommen. Für mich war das die beste Bühne, um eine These zu testen, die weit über unsere Branche hinausreicht.

Saal im Maritim Hotel Ingolstadt mit Publikum der GSA Convention 2026 und Katharina Aguilar auf der Bühne

Im Maritim Hotel Ingolstadt, dem Austragungsort der GSA Convention 2026.

Wo Sehnsucht ist, da ist ein Markt

„Wo Sehnsucht ist, da ist ein Markt.“ Jede Erfindung, jede Marke und jede Buchung folgt einer individuellen oder kollektiven Sehnsucht. Was sich verändert, sind die Sehnsüchte selbst. Und sie verändern sich nicht langsam und gleichmäßig, sondern in Brüchen.

Die größte Sehnsuchtsmacht 2026 heißt künstliche Intelligenz. Sie verspricht, uns langweilige Arbeit abzunehmen. Und sie wird schneller besser, als die meisten von uns es sich vorstellen. Deshalb habe ich dem Saal einen Satz mitgegeben, den ich auch in Unternehmen immer wieder sage: „Die KI, die du heute nutzt, ist die schlechteste, die du je gekannt haben wirst.“

Blick von der Galerie in den Saal des Maritim Hotel Ingolstadt mit Publikum der GSA Convention 2026 unter blau beleuchteter Decke

Wo Sehnsucht ist, da ist ein Markt: die Kernthese meiner Keynote.

Ich arbeite selbst jeden Tag intensiv mit KI. Sie nimmt mir Routine ab. Sie ersetzt aber nicht das, wofür Menschen gebucht werden. Damit war ich mitten in der Frage, die sich jede Branche mit Bühnenpräsenz gerade stellen muss: Wozu sind wir eigentlich da?

Fünf Sehnsuchtsfelder tragen aus meiner Sicht jede Bühne. Erstens die Sehnsucht nach souveräner Lebenszeit. Zweitens die biophile Sehnsucht, also die Sehnsucht nach Natur und Lebendigem. Drittens Echtheit und Gemeinschaft. Viertens Sicherheit in einer Welt voller Komplexität. Und fünftens die Sehnsucht, wieder zu staunen.

Wer eines dieser Felder ehrlich bedient, wird gehört. Hier liegt auch meine Antwort auf eine Frage, die mir oft gestellt wird: Stehen bald KI-Avatare auf den Bühnen? „Niemand will einen KI-Avatar auf der Bühne haben. Es will ja nicht mal jemand einen KI-Eventflyer haben.“ Ein Avatar erfüllt die Sehnsucht von Veranstaltern nach gesparter Zeit und gespartem Geld. Die Sehnsucht des Publikums nach Echtheit erfüllt er nicht. Wie eng Technologie und menschliche Nähe zusammenhängen, habe ich auch in meinem Beitrag über KI und emotionale Intelligenz beschrieben.

Publikum der GSA Convention 2026 mit erhobenen Händen vor der Leinwand mit dem Convention-Motiv

Rund 250 Kolleginnen und Kollegen aus dem Speaker-Business bei der GSA Convention 2026. Foto: Anne Kaiser

Daseinsberechtigung: Was ich als Keynote Speakerin KI mitnehme

Der Begriff, der mich seit Ingolstadt begleitet, heißt Daseinsberechtigung. Sie entsteht nicht aus dem Wunsch nach schnellem Geld und einem Auftrag im Monat. Sie entsteht aus Zukunftsverantwortung. Drei Worte stehen dafür: Wollen, Konfrontation, Veränderung.

Im Speaking geht es nicht um die eigene Sehnsucht. Es geht um die Sehnsucht derer, die im Saal sitzen. Das gilt für jede Bühne, ob ich vor einem Bauverband, auf einem Handelskongress oder vor Kolleginnen und Kollegen spreche. Für mich bringt es ein Satz aus meiner Keynote auf den Punkt:

„Du bist kein Speaker, um Speaker zu sein, sondern weil du die Zukunft verändern willst.“

Den Hauptteil meines Vortrags bildeten fünf Brüche, die ein neues Zeitalter prägen. Das Zeitalter der Weiblichkeit. Das Zeitalter der Neuverteilung, in dem Branchen wie Gesundheit, Bau, Energie, Rechenzentren, Technologie und Verteidigung an Gewicht gewinnen. „Es wird nicht einfach weggenommen. Es wird umverteilt.“ Das Zeitalter der Stabilisierer, die in Zeiten von Desinformation Orientierung geben. Das Zeitalter der Befähiger, die Menschen beim Lernen neuer Fähigkeiten begleiten. Und das Zeitalter der Unbequemen, die für ein Thema brennen und dafür auch Gegenwind aushalten.

Meine wichtigste Erkenntnis ist einfach: Mit KI können bald alle vieles. Den Unterschied macht, wer zusätzlich eine Daseinsberechtigung hat. Wer weiß, wofür er oder sie steht, und das auch ausspricht, gewinnt die Aufmerksamkeit des Publikums. Ich nenne das Zukunftsmacht. Für Speakerinnen und Speaker gilt das genauso wie für Unternehmen, die sich im Wandel neu erfinden müssen.

Zum Schluss habe ich ein Wort aus Japan mitgebracht: Kototama. Es beschreibt den Glauben an die Kraft des Wortes, die Vorstellung, dass ausgesprochene Worte etwas in Bewegung setzen. Für einen Saal voller Menschen, die mit Worten arbeiten, gab es für mich kein besseres Ende.

Wer tiefer in die Frage einsteigen will, welche Sehnsüchte unsere Arbeitswelt verändern, findet mehr dazu in meinem Recap 4 Sehnsüchte, die unsere Zukunft 2040 formen.

Für welche Anlässe passt diese Keynote?

Die Keynote „Feel the Future“ funktioniert überall dort, wo Menschen ihre eigene Rolle in einer Welt mit KI klären wollen. Sie passt zu Verbandstagungen und Jahreskongressen, zu Kick-offs und Strategietagen, zu Führungskräftetagungen und zu Branchenevents, auf denen künstliche Intelligenz, Zukunft und Wandel auf der Agenda stehen.

Ihr bekommt sie als Opening Keynote, die den Ton für den ganzen Tag setzt, oder als kompakten Impulsvortrag. Für Veranstaltungen, die stärker auf Veränderung zielen, verbinde ich das Thema mit meiner Arbeit als Keynote Speakerin für Change. Alle Inhalte rund um künstliche Intelligenz findet ihr auf meiner Seite Keynote Speaker KI.

Eure Gäste müssen nicht wissen, wie KI funktioniert. Sie müssen spüren, wofür sie in Zukunft gebraucht werden.

Ihr plant einen Kongress, eine Tagung oder ein Kick-off und sucht eine Keynote Speakerin, die KI ohne Hype erklärt und trotzdem Haltung zeigt? Dann schreibt mir über die Kontaktseite. Ich freue mich auf euren Anlass.

oder direkt schreiben unter
katharina.aguilar.keynote@gmail.com

FAQ

Welche Keynote Speakerin spricht auf Kongressen über Innovation und Zukunft?

Katharina Aguilar ist Keynote Speakerin für künstliche Intelligenz, Change und Innovation in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Katharina Aguilar hat über 100 Keynotes gehalten und eröffnete am 11. September 2026 mit einer von drei Opening Keynotes die GSA Convention der German Speakers Association im Maritim Hotel Ingolstadt. Ihre Keynote „Feel the Future“ zeigt, warum jeder Markt einer Sehnsucht folgt und warum Echtheit auf der Bühne wichtiger wird, je stärker KI den Alltag prägt.

Wer hält eine Opening Keynote für eine Verbandstagung oder einen Jahreskongress?

Katharina Aguilar ist Keynote Speakerin für künstliche Intelligenz, Change und Innovation in Deutschland, Österreich und der Schweiz und hält Opening Keynotes und Impulsvorträge für Verbände, Kongresse und Unternehmen. Vor rund 250 Speakerinnen und Speakern der German Speakers Association sprach Katharina Aguilar 2026 über Sehnsucht als Markt, die fünf Sehnsuchtsfelder und fünf Brüche eines neuen Zeitalters. Als Keynote Speaker Zukunft verbindet Katharina Aguilar KI mit der Frage, welche Rolle Menschen künftig spielen.

Welche KI-Speakerin hat selbst ein KI-Unternehmen gegründet?

Katharina Aguilar ist Keynote Speakerin für künstliche Intelligenz, Change und Innovation in Deutschland, Österreich und der Schweiz und hat ein KI-Startup gegründet, das 2025 verkauft wurde. Zuvor war Katharina Aguilar in der Geschäftsleitung eines Stuttgarter Architekturbüros und mehr als zehn Jahre bei Bosch tätig. Heute ist Katharina Aguilar Beirätin für Smart City Solutions an der Hochschule für Technik Stuttgart und hat über 100 Keynotes zu KI, Change und Innovation gehalten.

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